Bedingungen statt Vermutung
Manche Privathaftpflichtverträge enthalten kleinere unbewirtschaftete Flächen oder bestimmte Grundstücksrisiken, andere schließen land- oder forstwirtschaftliche Betriebe aus. Eine pauschale Aussage ohne Vertragsprüfung ist daher nicht seriös.
Wann eine spezielle Waldbesitzer-Haftpflicht naheliegt
- Forstwirtschaftliche Nutzung
- Größere Flächen
- Einsatz von Arbeitsmaschinen
- Verkehrssicherung an Wegen, Gebäuden oder besonderen Einrichtungen
- Forstbetriebsgemeinschaft oder betriebliche Organisation
Was die Haftpflicht im Schadenfall tut
Sie prüft die Haftungsfrage, wehrt unberechtigte Forderungen ab und befriedigt berechtigte Ansprüche im vereinbarten Umfang.
Wer haftet bei einem Unfall im Privatwald?
Nach § 14 Bundeswaldgesetz dürfen Menschen den Wald zum Zweck der Erholung betreten. Die Nutzung erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr, insbesondere bei waldtypischen Gefahren. Für einen herabfallenden Ast auf einem Waldweg besteht deshalb nicht automatisch eine Haftung des Waldeigentümers. Das hat auch der Bundesgerichtshof bestätigt (Urteil vom 02.10.2012, VI ZR 311/11).
Anders können besondere Einrichtungen, selbst geschaffene Hindernisse oder Gefahren an angrenzenden Straßen und Grundstücken zu beurteilen sein. Die konkrete Haftungsfrage hängt vom Einzelfall ab. Bei einer passenden Waldbesitzer-Haftpflicht gehört die Prüfung und Abwehr unbegründeter Ansprüche ebenso zu den Leistungen wie die Regulierung berechtigter Ansprüche im versicherten Umfang.
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